Der Kanzlei Fuest ist es im Februar 2026 erneut gelungen, die Kostenübernahme der Volkswagen AG für die Instandsetzung von Motorschäden deutlich zu erhöhen. In konkreten Fällen bei VW T6 Multivan und VW T6 California konnte die Beteiligung des Herstellers auf 70 % bis 80 % der Reparaturkosten gesteigert werden — deutlich mehr als die ursprünglich angebotenen 0 % bis 30 % Kulanz.
Betroffene VW T6 Motoren und typische Schäden
Besonders betroffen sind VW T6 2.0 TDI Motoren (Baujahre 2014–2022) sowie BiTDI-Motoren (2015–2018). Dazu zählen unter anderem Motorvarianten mit 150 PS, 180 PS, 199 PS und 204 PS. Die Motorschäden treten häufig bereits ab einer Laufleistung von rund 70.000 Kilometern auf — teilweise auch deutlich früher.
Zu den häufigsten Schadensbildern gehören:
- Motorschäden durch Überhitzung
- Kühlwasserverlust
- Kolbenfresser
- Turboschäden und Folgeschäden im Motor
Technische Ursache: Überhitzung und AGR-Kühler-Problematik
Die Ursachen für die Motorschäden liegen häufig in extremen thermischen Belastungen während der Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF). Dabei entstehen sehr hohe Temperaturen im Motor, die insbesondere den AGR-Kühler und dessen Kühlwasserleitungen belasten.
Im Laufe der Zeit kann es dadurch zu folgenden Problemen kommen:
- Überlastung und Beschädigung der Kühlwasserleitungen
- Austritt von Kühlflüssigkeit
- Eindringen von Kühlwasser in die Zylinder
Die Folge ist ein sogenannter Kühlwasserschlag (Hydrolock) — ein schwerer Motorschaden.
In anderen Fällen kommt es zu Materialveränderungen im AGR-Kühler:
- Verzunderung der Edelstahloberflächen
- Ablösung von oxidierten Partikeln
- Eintrag dieser Partikel in die Zylinder
Dies führt zu massivem Verschleiß und im schlimmsten Fall zu einem Kolbenfresser. Häufig tritt zusätzlich später ein Kühlwasserverlust auf.
Symptome eines drohenden Motorschadens
Typische Warnzeichen bei einem VW T6 Motorschaden sind:
- Weißer oder blauer Rauch aus dem Auspuff
- Leistungsverlust
- Ölverlust oder Kühlwasserverlust
Wer diese Symptome frühzeitig erkennt, kann möglicherweise größere Schäden vermeiden.
Kulanz bei VW: Oft zu niedrig — aber verhandelbar
Viele betroffene Fahrzeughalter berichten, dass die Volkswagen AG zunächst keine oder nur eine geringe Kulanz von etwa 30 % anbietet. Nach unserer Erfahrung ist das Kulanzsystem nicht transparent und hängt von mehreren Faktoren ab:
- Darstellung und Nachweis der Schadensursache
- Unterstützung durch die Werkstatt
- Wartungshistorie des Fahrzeugs
- Laufleistung zum Zeitpunkt des Schadens
Deutlich bessere Ergebnisse durch rechtliche Unterstützung
Durch gezielte außergerichtliche Verhandlungen konnte die Kanzlei Fuest in mehreren Fällen eine erhebliche Erhöhung der Kostenübernahme erreichen. In zwei aktuellen Fällen wurde die Beteiligung des Herstellers auf 70 % bzw. 80 % gesteigert.
Wir übernehmen für unsere Mandanten:
- Prüfung der Ansprüche bei Motorschaden
- Kommunikation mit der VW Kundenbetreuung
- Verhandlung einer höheren Kostenübernahme
- Bewertung von Kulanzangeboten
Empfehlung für betroffene VW T6 Fahrer
Wenn Ihr Fahrzeug von einem Motorschaden betroffen ist, sollten Sie sich nicht mit einem niedrigen Kulanzangebot zufriedengeben. Lassen Sie Ihren Fall prüfen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. In vielen Fällen bestehen bessere Verhandlungsmöglichkeiten als zunächst angenommen.
Sollte keine angemessene Einigung erzielt werden, unterstützen wir Sie selbstverständlich auch bei der gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
Jetzt Ansprüche prüfen lassen
Nutzen Sie die Chance auf eine deutlich höhere Kostenübernahme durch den Hersteller. Eine frühzeitige rechtliche Einschätzung kann entscheidend sein.
Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung oder rufen Sie uns an: 02151 - 6523790